Miami Heat – Vorschau Saison 2017/2018

Ausgangssituation

Ganz knapp verpasste Miami Heat letzte Saison die Playoffs. Die Bulls konnten gerade noch den 8ten Platz der Eastern Conference sichern und Miami Heat auf den 9ten verdrängen. 41 Siege von 82 Spielen war kein schlechtes Ergebnis. Ähnlich wie wir es bei den Dallas Mavs beschrieben haben, besitzt auch Miami keinen überragenden Teamleader, sondern mehrere solide Scorer und Defender, die konsequent Erfolge sammeln und ein Team bilden. Wenn man die Teamstatistik und das Spielerpersonal ansieht, sticht Heat als Team der Mittelklasse heraus.


Trades, Transfers und Transaktionen?

Stand: 01.08.2017

Der Forward Josh McRoberts hat Miami Heat verlassen und hat sich den Mavs angeschlossen. Unserer Meinung, kein großer Verlust. Chris Bosh war da schon wertvoller. Aber der 33jährige hatte zuletzt kaum Spielerfahrung und wurde letztlich gewaived. Willie Reed verließ ebenfalls den Club und kam bei den LA Clippers unter.

Der bekannteste Zugang ist sicherlich Kelly Olynyk, der von den Celtics kommt. Mit 9 PPG und 4,8 RPG bekommt Heat somit einen guten Power Forward / Center dazu. Aus Dallas kommt der Center AJ Hammons und Bam Adebayo wurde als Draft Pick nach Miami geholt, auch er ist ein bulliger Power Forward oder Center.

Fazit: Bisher konnte Heat sein Team leicht verbessern. Die Abgänge sind verschmerzbar. Olynyk ist eine Bereicherung, Adebayo könnte es werden. Bei den Zugängen handelt es sich allerdings nur um offensive Big Men. Die Guards der letzten Saison stehen in der Pflicht.


Das Team von Miami Heat in der Saison 2017/2018 – wer steht im Fokus?

– GUARDS –

Im Fokus: Goran Dragic

Embed from Getty Images

Die dritte Saison bei Miami Heat wartet auf den Guard. In der letzten war er bereits sehr erfolgreich: 20,3 PPG und 5,8 Assists. Noch etwas mehr Präsenz in schwierigen Spielsituationen und er könnte der Teamleader werden, den Heat braucht.

Im Background:

Für die Positionen des Point Guards und Shooting Guards hat Miami noch weitere gute Jungs zur Verfügung. Sehr auffällig war Tyler Johnson in der letzten Saison. Er ist nicht der größte, aber einer der agilsten bei Heat (13,7 PPG). Rodney McGruder spielte öfters als jeder andere bei Heat, sehr solide und konstant. Dion Waiters (15,4 PPG und 4,3 APG), Wayne Ellington (10,5 PPG) und Josh Richardson (10,2 PPG) sind ebenfalls hervorragende Guards.


– FORWARDS –

Im Fokus: James Johnson

Ein sehr erfahrener Spieler, der bereits bei 5 verschiedenen NBA Clubs unter Vertrag stand. In der letzten Saison hatte Johnson das erste Mal eine doppelstellige PPA: 12,8. Der 30jährige wird auch in der Saison 2017/2018 konsequente Leistungen bringen und kann den Jüngeren einige Tipps geben.

Im Background:

Luke Babbit und Okaro White bilden soliden Ersatz, mehr aber auch nicht. Kelly Olynyk wird wohl eher als Forward spielen und nicht direkt als Center. Ein paar Einsatzzeiten bekommen sicherlich auch Udonis Haslem und Justise Winslow.


– CENTER –

Im Fokus: Hassan Whiteside

Embed from Getty Images

Hat eine gute Saison hinter sich. 77 Mal stand er auf dem Feld, 17 PPG. Doch überragende 14,1 Rebounds und 2,1 Blocks pro Spiel machen Whiteside zu einem Top-Spieler unter dem Brett. Auf ihn sollte Heat so wenig wie möglich verzichten.

Im Background:

Die zwei Neuankömmlinge AJ Hammons und Bam Adebayo können ihn jederzeit ersetzen, doch nicht mit der selben Qualität.


Gesamtfazit:

Heat kann auf einige Spieler zurückgreifen, die konstant gute Leistungen bringen. Dragic, die Johnsons, Waiters, Whiteside und Olynyk bilden dabei die Basis. Doch eine überdurchschnittliche Leistung erwarten wir nicht von der Truppe aus Miami. Wir glauben, dass die direkten Konkurrenten aus der Eastern Conference besser aufgerüstet haben. Miami schafft es unserer Meinung nach nicht in die Playoffs.